Auf einem der Briefe habe ich den rückseitigen Stempel "Geprüft Feldpostprüfstelle" entdeckt. Außerdem war der Brief an der Seite mit einem braunen Klebestreifen wieder verschlossen worden, nachdem er - mit einer Schere o.ä. - geöffnet worden ist. Zusätzlich befand sich noch ein Datumsstempel "12. Feb. 1945" auf der Rückseite des Briefes. Der Poststempel der Feldpost war vom 09.2.45.
Nach kurzer Recherche bin ich auf die Seite Feldpost-Archiv gestoßen. Dort findet sich unter dem Stichwort "Zensur" eine gute Beschreibung der Briefzensur in der Zeit 1939 bis 1945. Danach war der Zweck der Zensur die Prüfung zur Verhinderung und Abwehr von Spionage und "Zersetzung". Folgende Inhalte durften danach nicht übermittelt werden:
- Angaben über dienstliche Vorgänge, die der Geheimhaltung unterliegen,
- Gerüchte aller Art,
- Lichtbilder und Abbildungen aller Art, die der Geheimhaltung unterliegen,
- Feindpropaganda (Flugblätter),
- kritische Äußerungen über Maßnahmen der Wehrmacht und der Reichsregierung,
- Äußerungen, die den Verdacht der Spionage, Sabotage und "Zersetzung" erwecken.
Quelle: Feldpost-Archiv, Museum für Kommunikation Berlin
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